AEDs sind Apparate, welche die Frage, ob die Defibrillation des Patienten erforderlich ist oder nicht, durch Analyse des abgeleiteten EKGs (Elektrokardiogramm – Herzspannungskurve) selbst überprüfen und dem Anwender sodann melden, ob ein Elektroschock empfohlen wird oder nicht. Unter Defibrillation eines Patienten versteht man die Behandlung von lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen durch einen Stromimpuls.
Dieses Gerät wurde aus zwei Gründen angeschafft:
1. Eigenschutz der AtemschutzgeräteträgerAED.jpg
In den letzten Jahren ist es bei Feuerwehren, aufgrund der sehr großen körperlichen Belastung häufiger zu Unfällen bei Atemschutzübungen und -einsätzen gekommen. Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen können die Folge sein. Schnelles Handeln ist dann unerlässlich. Durch dieses einfach zu bedienende Gerät lässt sich der Übungs- und Einsatzalltag etwas sicherer gestalten.
2. Schnelle medizinische Hilfe
Sporadisch kommt es vor, dass die Feuerwehr vor dem Rettungsdienst an einer Unglückstelle ist (zum Beispiel bei einer Türöffung wegen Medizinischem Notfall). Ist hier medizinisches Handeln erforderlicht lässt sich dies im Falle einer Herzrhythmusstörung durch den AED bewerkstelligen.
Zusätzlich verfügt die Feuerwehr Laichingen über eine Übungspuppe zum Üben der Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie einen baugleichen Übungs-AED. Hiermit können die Feuerwehrmitglieder regelmäßig die Erste Hilfe üben.
Atemschutz ist eine wichtige Komponente in der Brandbekämpfung und ermöglicht es der Feuerwehr, in verrauchte und brennende Gebäude vorzudringen, um eine effektive und wassersparende Brandbekämpfung vorzunehmen ohne dabei Schaden zu nehmen.
Aber auch bei Einsätzen, bei denen der Kontakt mit gesundheitsschädlichen Stoffen (z.B. Gas oder anderen gesundheitsschädlichen Stoffen) nicht ausgeschlossen werden kann, werden Atemschutzgeräte eingesetzt.
Dieser besteht aus einer Atemschutzmaske und einem Filter. Der Filter wird an die Maske montiert und filtert die entsprechenden schädlichen Stoffe aus der einatmenden Luft.
Jedoch muss ein Sauerstoffgehalt von 17 % – 19 % gewährleistet sein und die zu filternden Stoffen müssen bekannt sein. Dies grenzt die Einsatzmöglichkeiten der sogenannten Filtergeräte stark ein.
Umluftunabhängige Atemschutzgeräte bestehen aus einer Atemschutzmaske und einem Pressluftatmer inkl. einer Druckluftflasche mit 300 bar. Durch Anschrauben des Lungenautomaten an die Atemschutzmaske, wird der Atemschutz-Geräteträger mit dem Luftvorrat verbunden und ist somit für eine Einsatzdauer von ca. 30 Minuten unabhängig von seiner Umgebungsluft.
Diese Art des Atemschutzes wird umgangssprachlich auch als »schwerer Atemschutz« bezeichnet. Die hierfür benötigten Atemschutzkomponenten werden nach jeder Verwendung, spätestens jedoch nach einem vorgegebenen Intervall, durch ausgebildetes Personal gereinigt, desinfiziert und auf Einsatztauglichkeit mittels eines Prüfstandes getestet.
Regenerationsgeräte fallen auch in diese Rubrik. Bei diesen wird die ausgeatmete Luft wieder mit Sauerstoff angereichert und dem Geräteträger wieder zur Verfügung gestellt. Somit kann die Einsatzdauer auf bis zu 4 Stunden erhöht werden. Diese Geräte werden vor allem bei Tunnelwehren oder im Bergbau eingesetzt.
Die Mitglieder der Feuerwehr Laichingen werden von der Stadt Laichingen mit modernster Schutzkleidung ausgerüstet. Neben der persönlichen Schutzkleidung für Übungen und Einsätze greifen wir auf ein Arsenal an spezifischen Schutzkleidungen zurück, um die Sicherheit der Feuerwehrmänner und -frauen in jedem Fall zu gewährleisten.
Persönliche Schutzkleidung
Die persönliche Schutzkleidung ist die Basis-Ausrüstung jedes Mitglieds der Feuerwehr Laichingen. Neben dem hohen Wiedererkennungswert durch die rote Jacke und die reflektierenden Streifen beinhaltet sie sämtliche Funktionen, um den Feuerwehrmann/die Feuerwehrfrau bei grundlegenden Aufgaben zu unterstützen.
Atemschutzausrüstung
Bei besonderen Lagen und Gefahren muss die persönliche Schutzkleidung um spezielle Schutzausrüstung erweitert werden. Bei einem Brandeinsatz durch Flammschutzhaube, Atemschutzgerät, Bewegungslosmelder, Funkgerät, Kehlkopfmikrofon, Wärmebildkamera, Seilbeutel und Gerätschaften vom Fahrzeug zur Brandbekämpfung (Angriffsrohr, Schlauchkorb, etc.)
Schnittschutzkleidung
Bei Arbeiten mit der Motorsäge muss spezielle Forstschutzkleidung getragen werden. Diese besteht aus einer Schnittschutzhose oder Schnittschutzbeinlingen sowie einem Forsthelm mit Gesichts- und Gehörschutz.
Chemikalienschutzanzug
Ein Chemikalienschutzanzug (CSA) ist eine Persönliche Schutzausrüstung, die den Träger komplett von seiner Umwelt isoliert, so dass er in radiologisch, chemisch oder bakteriell kontaminierter Umgebung arbeiten kann. Er kommt z.B. bei Gefahrgutunfällen zum Einsatz. Zur Atemluftversorgung trägt der CSA-Träger ein Atemschutzgerät auf dem Rücken, die Ausatemluft wird über Ventile abgelassen. Die Beständigkeit gegenüber Chemikalien wurde vom Hersteller getestet und auf einer Beständigkeitsliste festgehalten. Der Anzug kann auch für wenige Sekunden einer Beflammung standhalten.
Nach jeder Benutzung, egal ob Einsatz oder Übung, muss der Anzug durch eine Fachfirma gereinigt und geprüft werden.
Hitzeschutzanzug (Form II)
Der Hitzeschutzanzug dient dem Schutz der Feuerwehrmänner und -Frauen vor extremer Hitzestrahlung und soll vor thermischen Risiken schützen. Thermische Risiken sind Flammen, Kontakthitze, Strahlungshitze, Funken, feuerflüssige Medien sowie heiße Gase und Dämpfe. Die Schutzwirkung der Kleidung muss während der Einwirkung erhalten bleiben, das heißt, die Kleidung muss selbst verlöschend sein, sie darf nicht schmelzen und nicht schrumpfen.
Der Hitzeschutzanzug besteht aus einem mehrlagigen, isolierenden Innenanzug (meist Aramide, Imide oder Duromere) und einer Metallbeschichtung (meist aluminiumbedampft), die die Hitzestrahlung vom Körper fernhält. Der Hitzeschutzanzug hat üblicherweise eine goldbedampfte Sichtscheibe.
Flüssigkeitsschutzanzug
Der Flüssigkeitsschutzanzug kann bei Gefahrguteinsätzen getragen werden. Er bietet jedoch nur Schutz gegen Flüssigkeitsspritzer und Staub, Gase und Dämpfe können nicht abgehalten werden. Daher muss bei einem Einsatz geklärt werden, ob der Anzug auch ausreichenden Schutz bietet.
Der Schutzanzug wird häufig vom Dekontaminationstrupp getragen, welcher kontaminierte (verschmutzte) Einsatzkräfte reinigt. Chemikalienschutzhandschuhe, Gummistiefel und Atemschutz (Filter oder Pressluftatmer) ergänzen den Flüssigkeitsschutzanzung.
Ölschutzanzug
Bei Mineralölunfällen (z.B. havarierter Tank-/Kesselwagen, Betriebsunfall) ist es unter Umständen notwendig eine spezielle Schutzkleidung zu tragen. Die normale Einsatzkleidung birgt hier nämlich eine besondere Gefahr: Der Stoff der Kleidung saugt sich mit brennbaren Stoffen voll (Dochteffekt) und kann sich durch die große Oberfläche leicht entzünden. Außerdem ist die Einsatzkleidung nach dem Kontakt mit Ölen und Fetten häufig nicht mehr einsatztauglich.
Der Stoff des Ölschutzanzugs ist gummiert und verhindert so das Eindringen von Ölen. Er widersteht auch einer kurzen Beflammung. Das Sichtfenster der Kopfschutzhaube besitzt ein Lochgitter, welches einen Flammendurschlag ins Gesicht verhindert. Die Kunststoffscheibe schützt lediglich vor Flüssigkeitsspritzern.
Absturzsicherung
Bei vielen Einsätzen der Feuerwehr besteht die Gefahr eines Absturzes, zum Beispiel bei Höhenrettungen („Einfache Rettung aus Höhen und Tiefen – ERHT)“, Dachstuhlbränden, Unwetterschäden an Gebäuden, Schneeräumen auf Dächern, usw. Um die Einsatzkräfte in solchen Situationen zu sichern gibt es den sogenannten „Gerätesatz Absturzsicherung“.
Dieser Satz beinhaltet alles was zur Sicherung von Einsatzkräften benötigt wird: Sitzgurt, 60m Kernmanteldynamikseil, Bandschlingen, Karabiner und einen Bandfalldämpfer.
Insektenschutzanzug
Ein Aufgabenbereich der Feuerwehr Laichingen ist die Entfernung von Insektennestern. Wann ein solcher Einsatz erforderlich ist, lässt sich hier nachlesen.
Der Insektenschutzanzug besteht aus einem leichten Stoff, der vor Stichen von Bienen, Wespen, usw. schützt. Elastische Bünde an Armen und Hüfte verhindern, das Wespen oder Bienen ins innere des Anzugs gelangen. Die Kopfhaube besitzt einen langen Kragen, der in Kombination mit dem Anzug dicht abschließt.
Weste: Gruppenführer
Zur Kenntlichmachung von Führungskräften gibt es bei der Feuerwehr Laichingen sogenannte Kennzeichnungswesten. Die Kennzeichnungswesten zeigen durch Farbe und Beschriftung an, welche Funktion der Träger inne hat.
Gruppenführer der Feuerwehr Laichingen tragen eine blaue Kennzeichnungsweste.
Weste: Zugführer
Zur Kenntlichmachung von Führungskräften gibt es bei der Feuerwehr Laichingen sogenannte Kennzeichnungswesten. Die Kennzeichnungswesten zeigen durch Farbe und Beschriftung an, welche Funktion der Träger inne hat.
Zugführer der Feuerwehr Laichingen tragen eine grüne Kennzeichnungsweste.
Weste: Einsatzleiter
Zur Kenntlichmachung von Führungskräften gibt es bei der Feuerwehr Laichingen sogenannte Kennzeichnungswesten. Die Kennzeichnungswesten zeigen durch Farbe und Beschriftung an, welche Funktion der Träger inne hat.
Einsatzleiter der Feuerwehr Laichingen tragen eine gelbe Kennzeichnungsweste.
Weste: Abschnittsleiter / Einsatzdokumentation
Zur Kenntlichmachung von Führungskräften gibt es bei der Feuerwehr Laichingen sogenannte Kennzeichnungswesten. Die Kennzeichnungswesten zeigen durch Farbe und Beschriftung an, welche Funktion der Träger inne hat.
Abschnittsleiter oder Einsatzkräfte bei der Dokumentation der Feuerwehr Laichingen tragen eine weiße Kennzeichnungsweste.
Die Feuerwehr Laichingen setzt verschiedene Mittel ein, um die Führung einer Einsatzstelle zu erleichtern. Eine kleine Auswahl finden Sie hier:
Um einen Überblick über die Einsatzstelle zu gewinnen, wird bei größeren Ereignissen eine Lagekarte geführt. Hierauf sind alle wichtige Informationen vermerkt und für die Einsatzleitung ersichtlich. Die Lagekarte wird am Einsatzleitwagen geführt.
Bei Großschadenslagen oder mehreren parallel aufgelaufenen Einsätzen (z.B. beim Eisbruch im Dezember 2014) wird im Gerätehaus der Abt. Laichingen das Führungshaus einberufen.
Das Führungshaus wird mit der überörtlichen Unterstützungsgruppe (Vertreter der umliegeneden Feuerwehren) geführt. Dort werden Fahrzeuge und Mannschaft den Einsätzen zugewiesen, eine Lagekarte geführt und der Kontakt mit den im Einsatz befindlichen Einheiten gehalten.
An dieser Stelle möchten wir Ihnen besondere Geräte vorstellen, die uns bei der Brandbekämpfung wertvolle Dienste leisten.
Schützt den Träger des Geräts vor giftigen Dämpfen
Mit einer Wärmebildkamera ist es den Feuerwehrleuten möglich „durch den Rauch zu schauen“. Das ist vor allem zur Menschenrettung in verrauchten Räumen sehr wichtig. Auch Brandherde lassen sich mit der Wärmebildkamera leichter auffinden.
Auf allen Löschfahrzeugen der Feuerwehr Laichingen ist je eine Wärmebildkamera verlastet. So ist es dem ersten Angriffstrupp möglich schnell einzugreifen.
Überdrucklüfter werden verwendet, um Einsatzstellen zu belüften. Der Rauch wird aus dem betroffenen Gebäudeteil gedrückt um die Sichtverhältnisse zu verbessern und Fluchtwege freizuhalten.
Die Feuerwehr Laichingen besitzt verschiedene Arten von Lüftern:
Unter hydraulischen Rettungsgeräten versteht man Schere und Spreizer, sowie Hydraulikstempel. Angetrieben durch ein Hydraulikaggregat können große Kräfte aufgebracht werden.
Diese Geräte werden hauptsächlich bei der Rettung von eingeklemmten Personen bei Verkehrsunfällen verwendet.
Mit dem Plasmaschneider können Metallteile von bis zu 30 mm Stärke schnell und einfach getrennt werden. Das Plasmaschneiden ist auf engem Raum ohne großen Wärmeeintrag ins Bauteil möglich und hat hier einen großen Vorteil gegenüber der herkömmlichen Technik, dem Brennschneiden.
Der Plasmaschneider der Feuerwehr Laichingen ist auf dem RW verlastet.
Die folgenden Löschmittel können von der Feuerwehr Laichingen eingesetzt werden:
Nachdem sich die im Jahr 2007 beschaffte Wärmebildkamera »Dräger Talisam Elite« sehr schnell als unerlässliche Hilfe beim Innenangriff herausstellte, fiel schnell die Entscheidung weitere Kameras anzuschaffen.
Heute befinden wir uns in der glücklichen Lage auf jedem Löschfahrzeug in jeder Abteilung eine Kamera vom Typ »Active Photonics Hornet 160« oder »Active Photonics Hornet 320« zu besitzen.
Um den Vorteil des schnellen Vorgehens auch im Notfall für die Rettung eines Atemschutzgeräteträgers in Not offen zu halten befindet sich die Talisman Elite beim Sicherungstrupp. Diese ist im ELW verlastet.
Durch die Kamera wird das Durchsuchen von Räumen erheblich erleichtert und beschleunigt. Personen, die im Rauch oder im Dunkeln liegen, mussten bisher durch zeitaufwendiges Abtasten des Raumes aufgespürt werden.
Durch die Kamera bekommt der Trupp ein Wärmebild, welches Personen klar erkennen lässt. Bestes Beispiel ist hierfür eine Personenrettung bei einem Kellerbrand in Suppingen im Oktober 2007.
Für einen schnellen Löscherfolg ist es wichtig den Brandherd zu bekämpfen. Dies wird aber bei Innenangriffen genauso wie die Personensuche durch Rauch und Dunkelheit erschwert. Oft kommt es vor, dass die Trupps im Innenangriff (blind) in den Rauch spritzen was einen hohen Löschwasserverbrauch, Wasserschaden und geringen Löscherfolg zur Folge hat. Des Weiteren bietet die Kamera eine gute Hilfe beim Aufspüren versteckter Brandnester beispielsweise in Zwischendecken.
Wir konnten in der Vergangenheit bereits sehr gute Löscherfolge bei Zimmerbränden mit geringem Wasserschaden verzeichnen.
Auch die Suche nach vermissten Personen gehört zu den Aufgaben der Feuerwehr.
Zwar ist die Kamera nicht direkt für diesen Einsatzbereich entwickelt und auch nicht direkt dafür geeignet, wie beispielsweise Sondermodelle der Polizei. Sie bietet aber gegenüber einem Nachtsichtgerät den Vorteil, dass sie nicht das Restlicht verstärkt, sondern die Wärme anzeigt.
Voraussetzung für den Einsatz der Wärmebildkamera ist freie Sicht. Sie kann zwar durch Rauch, Nebel und Dunkelheit aber nicht durch Wände, Möbel oder sonstige Hindernisse schauen.